Mit dem MTB über die Alpen

Die meisten Schüler des Theodor-Heuss Gymnasiums freuten sich gegen Ende des letzten Schuljahres darauf, entspannt in die Ferien starten zu können. Für siebzehn von ihnen bedeutete die letzte Schulwoche aber nochmals volle Konzentration und vor allem Motivation, denn sie hatten nur ein Ziel vor Augen: die Alpen mit dem Fahrrad zu überqueren.

So drückten die siebzehn Mountainbiker des P-Seminars „Transalp“, ihr Kursleiter Stephan Böck und ihr Begleitlehrer Markus Aunkofer am Montag, den 24.Juli, nicht die Schulbank, sondern fuhren mit dem Bus und ihren Mountainbikes im Gepäck Richtung Tegernsee. Von dort aus startete die Tour bereits bei Regen, mit dem Tagesziel Schwaz im österreichischen Inntal.

Am nächsten Tag wurde der erste, ganztägige Berg erklommen. Bei einem kalorienhaltigen Mittagessen in Innerst wurde wieder neue Energie getankt und so kamen die Transalper erschöpft (aber glücklich) nach insgesamt 1300 Höhenmetern auf der Weidener Hütte, die auf 1800 Höhenmeter liegt, an.

Am nächsten Morgen wurden die Schüler dann vom Dauerregen geweckt. In kompletter Regenausrüstung fuhr man weiter bergauf, wobei auch einige Schiebepassagen überwunden werden mussten. Mit dem Geiseljoch erreichten die THG-Biker den höchsten Punkt der Tour. Dort regnete es aber nicht nur, es begann letztlich auch zu schneien und bei gefühlten Minusgraden blieb den Mountainbikern keine andere Wahl, als den 2292m hohen Berg nur unter größten Anstrengungen und mit “tauben Fingern” ins Tuxertal hinunter zu fahren. Alle waren erleichtert, als es nach der enormen Kälte unter strömenden Regen wieder bergauf ging und man nach 1200 weiteren Höhenmetern das Tagesziel, die Dominikushütte, erreichte. Dort wurden die Schüler mit leckerer Lasagne und einem hausgemachten Kaiserschmarren belohnt.

Das Wetter vom Mittwoch wurde am nächsten Tag schnell vergessen, als die Transalper am Donnerstag aus dem Fenster blickten. Ihnen bot sich ein traumhafter Blick auf den Schlegeisspeicher, bei Sonnenschein und blauem Himmel. Über einige Schiebe-und Tragepassagen ging es dann auf das Pfitscherjoch. Von dort aus begann die längste Abfahrt der Tour nach Sterzing, bei der Mancher sogar einen Rollerfahrer mit 70km/h überholte. In Brixen angekommen, übernachteten die Mountainbiker im Hotel Clara und ließen es sich bei einem 3-Gänge-Menü richtig gut gehen.

Am letzten Tag boten die Lehrer den Schülern ein Alternativprogramm an, da es alle bevorzugten, die Tour entspannt ausklingen zu lassen. Der Eisacktal-Radweg führte die Truppe auf einem Fahrradweg von Brixen nach Bozen. Dort wurden die Schüler nach einem leckeren italienischen Essen vom Bus abgeholt und machten sich auf die Heimreise.

Insgesamt war die Bilanz super, denn außer einem kleinen Defekt an einem Fahrrad gab es keine Komplikationen und die Truppe fuhr unfallfrei über die Alpen. Am Ende waren sich alle einig, dass die Transalp ein einmaliges Erlebnis war, das keiner so schnell vergessen wird.